Hormone – ein Indikator für Demenz bei Frauen?
Ein neue Studie der Wissenschaftler der Tuft University in Cambridge hat neue Ergebnisse hervorgebracht, die darauf hindeuten, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Demenzerkrankung und einem Hormon, das in Verbindung mit Diabetes steht, bei Frauen geben könnte. Damit könnte ein weiterer Meilenstein erreicht worden sein, um die komplexe und bis jetzt noch recht unbeleuchtete Beziehung von Stoffwechsel, Hormonen und Rückbildung des Gehirns zu verstehen.
In der Studie wurde das eingefrorene Blut von 840 Teilnehmern untersucht, die über 13 Jahre lang der ärztlichen Aufsicht unterstanden. In 159 Fällen wurde Demenz diagnostiziert und ebenso eine hohe Konzentration Adiponectin festgestellt wurde.
Adiponectin ist ein Hormon, das Insulin dabei unterstützt Brennstoffe wie beispielsweise Glukose an die Zellen des Hirns zu transportieren. Somit steht der Botenstoff eher in positiver Assoziation, das Risiko von Diabetes und Herzerkrankungen zu vermindern – von nun an in negativer Assoziation mit einem erhöhten Risiko einer Demenzerkrankung. Die Erklärung der Wissenschafter für diesen Zusammenhang liegt darin, dass die Zellen eines bereits erkranktes Gehirn nur noch schlecht auf den Botenstoff Insulin reagieren und der Körper mit einer übermäßigen Ausschüttung von Adiponectin nachhelfen möchte, das Insulin aufzunehmen.
Im Übrigen fanden die Forscher eine ebenfalls hohe Konzentration von Adiponectin in männlichen Probanden – leider war die Zahl derer zu gering, um ausreichenden Nachweis für solch einen Link zu haben.
Die Ergebnisse sollen vor allem Erkenntnisse liefern, um auf dem Gebiet Prävention und Behandlung von Demenz weitere Erkenntnisse zu gewinnen und Forschungsprojekte anzustoßen.
(Quelle: abcnews.go.com)