„Kindersterblichkeit seit 1990 fast halbiert!“
Bei all den Tipps zu gesunder Ernährung darf man meiner Meinung nach nicht vergessen, dass es bei vielen Menschen leider nicht darum geht, was sie essen, sondern vielmehr darum dass sie überhaupt etwas zu essen bekommen. In diesem Zusammenhang muss ich heute auch mal ein ernsteres Thema anschneiden und kann dabei aber wenigstens einigermaßen erfreuliche Nachrichten verkünden (wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von “erfreulich“ sprechen kann).
Vor Kurzem bin ich im Internet auf folgende Nachricht gestoßen:
„Die Zahl der Todesfälle von Kindern hat sich in den vergangenen 20 Jahren weltweit fast halbiert.“
Einem Bericht des Kinderhilfswerks Unicef zufolge starben 1990 noch mehr als zwölf Millionen Kinder unter fünf Jahren, in 2011 waren es noch 6,9 Millionen. Diese Fortschritte reichen nach Ansicht von Unicef aber nicht aus, dass vierte Millenniumsziel zu erreichen - nämlich die Kindersterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken. Vor allem mit Hilfe effektiver und gleichzeitig kostengünstiger Methoden wie Impfungen, imprägnierten Moskitonetzen und besserer Geburtshilfe können laut Unicef viele Leben gerettet werden. Weltgesundheitsorganisation WHO will vor allem gegen die vergleichsweise hohe Zahl der Todesfälle bei Neugeborenen kämpfen.
Die 8 Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen für das Jahr 2015:
- Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
- Primärschulbildung für alle
- Gleichstellung der Geschlechter / Stärkung der Rolle der Frauen
- Senkung der Kindersterblichkeit
- Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter
- Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
- Ökologische Nachhaltigkeit
- Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung
5 Tassen Kaffee und Alzheimer ade…
Na ja, ganz so einfach ist es dann leider doch nicht, aber fest steht:
Kaffee ist nicht nur lecker, sondern entgegen der landläufigen Meinung auch noch gesund!

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen aus den letzten Monaten stützen die schon länger geäußerte Annahme, dass der über längere Zeit andauernde regelmäßige Genuss von Kaffee das Risiko reduzieren kann, an einer Demenz, zum Beispiel vom Alzheimer-Typ, zu erkranken. Forscher haben in einigen Studien ebenfalls zeigen können: Wer seinen Koffein-Spiegel im Blut auf hohem Niveau hält, hilft seinem Organismus beim Schutz vor dem Ausbruch einer bevorstehendenAlzheimer-Erkrankung. Das gilt besonders für ältere Menschen mit bereits erkennbaren schwachen kognitiven Problemen. Unter der Leitung von Professor Dr. Chuanhai Cao beobachteten Forscher für eine Studie Personen zwischen 65 und 88 Jahren mit bereits leichten kognitiven Störungen. Bei den meisten Patienten lagen bereits konkrete Befunde vor, die darauf hinwiesen, dass eine Alzheimer-Erkrankung praktisch schon vorgezeichnet ist. Im Laufe von zwei bis vier Jahren trat diese jedoch bei keiner Person mit einem Koffein-Spiegel ein, dessen Niveau ungefähr dem von drei Tassen Kaffee täglich entspricht.
Anfang 2009 publizierten finnische Forscher eine Studie, die große Beachtung fand. An der Langzeit-Untersuchung mit dem Namen CAIDE (Finnish Cardiovascular Risk Factors, Aging an Dementia) hatten anfangs mehr als 2.000 Personen teilgenommen. In den Jahren 1972, 1977, 1982 und 1987 ermittelte man ihren täglichen Kaffeekonsum – eingestuft in niedrig (0 – 2 Tassen), mäßig (3 – 5 Tassen) und hoch (mehr als 5 Tassen). Im Jahr 1998, nach Ablauf von durchschnittlich 21 Jahren, waren noch 1.409 Teilnehmer am Leben. Diese wurden erneut untersucht, wobei in 61 Fällen eine Demenz diagnostiziert werden konnte. Die Auswertung der Daten ergab, dass Kaffeetrinker deutlich seltener an einer Demenz erkrankten als diejenigen, die in mittleren Jahren gar nicht oder nur wenig Kaffee getrunken hatten. Mit ganzen 65 % fand sich die stärkste Risikoreduktion bei der Gruppe mit mäßigem Kaffeekonsum (3 bis 5 Tassen täglich).
Ging es damals um Vorbeugung, so steht bei neueren Untersuchungen sogar die Therapie von Alzheimer mit Koffein im Vordergrund. An der Universität von Südflorida untersuchte man genetisch veränderte Mäuse im Alter zwischen 18 bis 19 Monaten (vergleichbar etwa mit einem Menschen um die 70), welche bereits deutliche Zeichen von Gedächtnisschwäche zeigten. Die eine Hälfte bekam mit Koffein versetztes Trinkwasser, die andere reines Wasser. Nach zwei Monaten vollzog man Leistungstest mit den pelzigen Versuchsteilnehmern und es zeigte sich, dass die Koffein-Mäuse deutlich besser abschnitten. Ihr Gedächtnisvermögen entsprach sogar wieder dem normal gealterter Mäuse. Würde ein Mensch entsprechend seinem Körpergewicht die gleiche Menge Koffein zu sich nehmen wie die Mäuse im Labor, müsste er täglich fünf Tassen Kaffee oder 14 Tassen Tee trinken, berichten die Forscher um Gary Arendash von der Universität von Südflorida. “Die jetzigen Ergebnisse liefern Hinweise darauf, dass Koffein eine sinnvolle ‘Therapie’ für eine bereits ausgebrochene Alzheimer-Krankheit sein kann, nicht nur einfach eine Schutzstrategie”, sagt der Studienleiter.
Die genauen Ursachen der Alzheimer-Demenz sind noch nicht aufgeklärt. Neuere Studien deuten jedoch darauf hin, dass der durch reaktive Sauerstoffmoleküle (ROS, Freie Radikale) induzierte oxidative Stress eine Rolle spielt. Kaffee weist einen hohen Gehalt an Antioxidantien auf, somit könnte hierin eine Erklärung für seine schützende und möglicherweise ja sogar heilende Wirkung liegen.
Zuckerjunkies…
Heute musste ich Schockierendes lesen:
Der tägliche Konsum von Zucker hat, wenn man ausschließlich den Suchtaspekt betrachtet, ähnliche Effekte wie eine tägliche Ration Kokain und kann daher ebenfalls abhängig machen.
Deshalb fällt es also so schwer die Hände vom Schoki zu lassen, wir sind schlicht und einfach süchtig!
Neurowissenschaftler Eric Stice vom „Oregon Research Institute“ nahm die Wirkung von Zucker auf das menschliche Gehirn unter die Lupe und fand heraus, das Zucker die gleichen Hirnregionen wie Kokain aktiviert. Es ist das Glücksgefühl, das uns wieder zugreifen lässt. Denn Zucker wirkt deutlich stärker auf das Belohnungssystem im Gehirn als z.B. Salat. Zucker sorgt dafür, dass mehr Dopamin und Opioid im Gehirn ausgeschüttet wird. Und diese körpereigenen Drogen sorgen dafür, dass in uns das Verlangen ausgelöst wird, das gute Gefühl erneut zu erzeugen. Wir greifen also zum nächsten Stück. Bei einem Versuch mit Ratten, bei dem man den lieben Tierchen jeden Tag unbegrenzte Mengen an Zucker gab, stellte sich heraus, dass diese bereits nach etwa einem Monat Suchtverhalten aufwiesen, wenn man ihnen ihre tägliche Portion des süßen Stoffes vorenthielt. Sie waren ängstlich und nervös und zeigten klassische Entzugserscheinungen, wie man sie bei der Abhängigkeit von harten Drogen wie Morphin oder Kokain kennt.
Und ebenfalls genauso wie bei anderen Drogen, fand man heraus, dass Personen, die viel Zucker zu sich nehmen, mit der Zeit immer mehr davon brauchen, um den gleichen Effekt zu erleben. Diese Menschen zeigen damit Symptome einer sogenannten Substanzabhängigkeit, wie sie auch bei Alkohol- und Drogenabhängigen auftritt. Eine renommierte Psychiaterin namens Nora Volkow hat anhand von MRT-Verfahren sichtbar gemacht, wie sich die Gehirne von Übergewichtigen und Drogen- und Alkoholabhängigen gleichen. Das belegen auch die Forschungsarbeiten des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim. Übergewichtige Menschen reagieren viel stärker auf Bilder zuckerhaltiger Lebensmittel als auf Bilder von Gemüse, Salat und Fleisch. Verglichen mit den Gehirnen normalgewichtiger Testpersonen, zeigte sich bei den adipösen Probanden eine stärkere Aktivierung des Suchtzentrums bei Betrachtung der Bilder. Wissenschaftler des „Oregon Research Institute“ stellten zudem in einer Studie fest, dass sowohl beim Suchtverhalten nach Alkoholkonsum als auch beim Verhalten nach Zuckerkonsum ein und dasselbe Gen – das so genannte DRD2-Gen – besonders aktiv ist. Dieses Gen bestimmt, wie stark das Glücksgefühl ist, das wir nach dem Verzehr von Zucker verspüren.
Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie bestreitet diese Zusammenhänge allerdings und findet in den Studien keinen Beleg für eine mögliche Zuckersucht. Das allerdings scheint auch nicht sonderlich überraschend…
Aber ganz egal, ob nun die Gefahr einer möglichen Abhängigkeit besteht oder nicht, sicher wird wohl nicht einmal Willy Wonka bestreiten können, dass zu viel Zucker ungesund ist und nicht nur unsere Figur, sondern auch unsere Gesundheit schädigt. Forscher fanden zudem heraus, dass wir mehr von etwas essen, wenn wir es als Belohnung zu uns nehmen, als wenn wir aus Hunger essen. Leider ist es ja meistens aber so, dass wir die Scheibe Vollkornbrot aus Hunger und gerade das Stück Schokolade eher als Belohnung bzw. zum Genuss essen. So scheint es auch nicht verwunderlich, dass wir rund ein Viertel unseres täglichen Kalorienbedarfs durch Zucker zuführen. Das entspricht 31 Teelöffeln Zucker. In Kilokalorien gerechnet 500. Zu viel für die Gesundheit. Ganz nach dem Motto „Dick und Doof in einer Person“ soll Zucker außerdem nicht nur dick, sondern nach neuesten Forschungsergebnissen aus Kalifornien auch noch dumm machen. Wieder gab man Ratten Zuckerwasser zu schlecken. Sechs Wochen lang labten sich die Tiere statt an Wasser an dem süßen Drink. Nach dieser Zeit sollten die Tiere eine vorher trainierte Strecke durch ein Labyrinth zurücklegen und schnitten dabei auffallend schlecht ab. Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass diese Tiere „weniger klar denken“ könnten. Also vor der nächsten Klausur oder der nächsten wichtigen Präsentation sollte man vielleicht lieber doch auf das beliebte `Nervenfutter´ verzichten.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO übrigens empfiehlt, täglich lediglich 20 bis 40 Gramm Zucker zu sich zu nehmen, das entspricht in etwa der Empfehlung höchstens 10 Prozent der täglichen Kalorien in Form von Zucker zuzuführen. Mit den bereits erwähnten 25 Prozent bzw. rund 90 Gramm Zucker täglich überschreiten die Deutschen diese Empfehlung aber deutlich. Ernährungsexperten raten daher neben den offensichtlichen Süßigkeiten vor allem auch auf die mehr oder weniger versteckten Zuckerfallen, wie z. B. Limonaden oder Fruchtsäfte, zu achten.
Gute Tipps gegen den Heißhunger auf Süßes sind übrigens ein ausgewogenes Frühstück sowie regelmäßiger Sport!
“Nein, Schwarzwurzeln sind keine Kartoffeln!”
Vor einiger Zeit war ich mit ein paar Kollegen zum Mittagessen in der Kantine und es standen Schwarzwurzeln auf dem Essensplan. Während ich mich freute und mich sofort in die Schlange einreihte, schauten mich die anderen nur verdutzt an und fragten; was das denn sei… diese “Schwarzwurzeln“? Eine Art Kartoffel? . Ich wusste zunächst nicht, ob sie mich auf den Arm nehmen wollten oder nicht, denn für mich waren Schwarzwurzeln ein ganz normales Gemüse, das ich schon seit Kindheitstagen gerne und häufig bei meiner Oma zu Essen bekam. Wie sich herausstellte, wurde ich nicht verschaukelt, sondern meine Kollegen waren tatsächlich völlig im Unklaren darüber, was da so spargelähnliches auf meinem Teller lag. Meine Oma baute Schwarzwurzeln, wie eigentlich fast jedes andere Gemüse, stets selbst an und erst durch die merkwürdige Reaktion meiner Kollegen, fiel mir auch auf, dass ich Schwarzwurzeln tatsächlich nur sehr selten im Supermarkt bzw. beim Gemüsehändler gesehen hatte.
Ganz allmählich wächst aber die Anzahl der Schwarzwurzeln-Anhänger und die dunkle Wurzel hält auch immer häufiger Einzug in die örtlichen Supermärkte. Lange Zeit wurde das leckere Gemüse als “Spargel für Arme” verschmäht, habe ich nun bei meiner Recherche erfahren. Aber nun hat man entdeckt, dass kaum ein anderes einheimisches Wintergemüse so gehaltvoll an wertvollen Inhaltsstoffen ist wie die Schwarzwurzel. Sie strotzt förmlich vor Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Sie enthält vor allem Magnesium, Kalium, Eisen, Kupfer und Mangan. Ihr Mangan baut Puren ab und verhindert so die Gicht. Ihre Inhaltsstoffe sind insbesondere auch gut für die Leber, vor allem bei Alkoholproblemen. Mit dem hohen Eisenanteil fördern Schwarzwurzeln die Blutbildung, vor allem in Verbindung mit Folsäure. Der Kupferanteil hilft beim Kampf gegen Osteoporose und hilft dem Gehirn bei seiner Arbeit. Schwarzwurzeln haben einen Wirkstoff namens Allantoin, der hilft bei der Wundheilung.
Und jetzt der Clou: Sie ist auch noch außerordentlich gut für eine Diät geeignet: 100 g Schwarzwurzel haben nur 16 Kalorien, dafür aber sehr viele Ballaststoffe, über deren positive Wirkung ich ja schon vor einigen Wochen berichtet habe. Über die gesundheitlichen Aspekte hinaus, kann ich auch sagen, dass ich zu alledem auch noch außerordentlich lecker finde! Ein Nachteil lässt sich dann allerdings doch finden: Schwarzwurzeln machen in ihrer Zubereitung viel Arbeit und vor allem schmutzige Hände, was auch Omas Hände jedes Mal deutlich belegen, wenn die Schwarzwurzel mal wieder auf dem heimischen Speiseplan steht.
Die gewisse Prise
Ich zähle mich leider zu den Menschen, die –gerne auch bevor das Essen überhaupt probiert wurde- schon mal nach dem Salzstreuer Ausschau halten und so gut wie alles noch einmal mit einer Prise Salz „verfeinern“. Bei allen möglichen Gelegenheiten wird mir dafür auch ein schlechtes Gewissen gemacht und ich bekomme zu hören, wie ungesund eine so salzreiche Ernährung doch sei, und das schlechte Gewissen würzt mit. Sogar von zu viel Salz in deutschen Brotwaren war kürzlich immer wieder die Rede und die zunächst gar nicht verdächtigen Frühstücksbrötchen wurden als regelrechte Salzbomben enttarnt. Aber allen Salzverächtern sei nun gesagt, zu wenig Salz ist auch nicht gesund!
Im „Journal of the American Medical Association“ zeigt ein europäisches Ärzteteam, dass zu wenig Salz die Gefahr von einem Infarkt oder Schlaganfall erhöht. Die Mediziner beobachteten mehr als 3600 Erwachsene, die nicht an einer Herzerkrankung litten. Nach sieben Jahren waren sowohl der Anteil der Todesfälle als auch die Anzahl der nicht tödlichen Infarkte und Schlaganfälle in der Gruppe am größten, die sich am salzärmsten ernährt hatten. Die Forscher sprechen sich dagegen aus, der Bevölkerung weniger Salz zu empfehlen. “Es zeichnet sich schon länger ab, dass ein geringerer Salzkonsum keine Vorteile bringt”, sagt Martin Reincke, Chefarzt der Inneren Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. “Diese Untersuchung zeigt im Gegenteil sogar, dass die Risiken steigen.” Außer bei wenigen Leiden wie Leberzirrhose, Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion gebe es keinen Grund, sich beim nachsalzen zurückzuhalten.
Es ist natürlich unumstritten, dass Bluthochdruck die Wahrscheinlichkeit für Herzkrankheiten, Schlaganfälle und andere Leiden erhöht. Doch dass die Menge des zu uns genommenen Salzes tatsächlich auch zu einem höheren Bluthochdruck beiträgt, bezweifeln immer mehr Forscher. Meist heißt es pauschal zu viel Salz ist ungesund, weil es den Blutdruck und damit eben das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle erhöht. Deswegen sollen wir alle sparsam mit den weißen Kristallen umgehen, rät sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Um unseren Salzkonsum zu verringern, sollten wir deshalb mehr mit Kräutern und Gewürzen kochen, natriumarmes Mineralwasser trinken und bei Tisch eben nicht nachsalzen. Diese Salzsparempfehlungen sind -werden sie übertrieben angewandt- sogar gefährlich und wissenschaftlich nicht gut belegt. Richtig ist, dass Salz und Blutdruck eng zusammenhängen. Salz bindet Wasser im Körper. Mehr Salz im Essen sorgt gewöhnlich für mehr Durst. Salz und Wasser wiederrum bestimmen über den Blutdruck. Denn, wenn mehr Wasser im Körper gebunden ist, erhöht sich das Blutvolumen und mit ihm steigt der Blutdruck. Aber auch umgekehrt kann es zu Problemen kommen. Denn dickt das Blut ein, weil zu wenig Natrium vorhanden ist, um genügend Wasser zu binden, kann es zu Durchblutungsstörungen kommen, die ebenfalls das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten erhöhen.
Tatsächlich sinkt der Blutdruck, wenn weniger Salz gegessen wird. Das haben Studien gezeigt. Bei jungen und gesunden Menschen sinkt er jedoch nur in geringem Maße und meist auch nicht dauerhaft. Senioren, dunkelhäutige Menschen und Bluthochdruckpatienten reagieren allerdings deutlicher auf weniger Salz im Essen. Doch auch hier zeigen sich individuelle Unterschiede in der Reaktion auf eine Salzreduktion. Daher spricht man von salzempfindlichen Personen.
Die Nieren spielen über die Ausscheidung von Wasser und Salz allerdings auch eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Blutdrucks. Daher sollte bei hohem Blutdruck auch immer an mögliche Nierenprobleme gedacht werden. Steigt der Blutdruck, scheiden (gesunde) Nieren mehr Natrium und Wasser aus. In der Folge sinkt das Blutvolumen und mit ihm auch der Druck in den Gefäßen. Die Nieren regulieren den Salzhaushalt also selbst und sorgen so dafür, dass bei erhöhtem Salzkonsum auch mehr Salz ausgeschieden wird. Ein Beleg für die herausragende Bedeutung der Nieren bei der Blutdruckregulierung, zeigt sich darin, dass sich bei Patienten, die eine Transplantation hatten, der Blutdruck auf dem Niveau ihres Spenders einpendelt.
Hat man sich erst einmal an stark gesalzene Speisen gewöhnt, fällt es zudem schwer beim Würzen auf Sparmodus umzustellen. Spezielle Geschmacksrezeptoren auf der Zunge sorgen für die exakte Erkennung von Salz in der aufgenommenen Nahrung. Der Appetit auf Salziges wird außerdem über präzise Rückkopplungsmechanismen an den Bedarf angepasst. Deswegen fällt es meist auch sehr schwer, deutlich weniger Salz als gewohnt zu essen. Ich werde natürlich trotzdem weiter versuchen, nicht immer sofort zum Salzstreuer zu greifen, denn wie mit den meisten Dingen im Leben gilt wohl auch hier: Auf das richtige Maße kommt es an!
Ballaststoffe - alles andere als Ballast!
Ballaststoffe tragen ihren Namen völlig zu Unrecht: Die Rohfasern von Pflanzen sind weder belastend noch könnte der Körper auf sie verzichten. Daher ist ihr Name irreführend. Ballaststoffe machen uns satt und unterstützen die Verdauung. Obwohl es sich bei Ballaststoffen um Mehrfachzucker handelt, schmecken sie dennoch nicht süß, sondern sind geschmacksneutral. Auf ihrem Weg durch den Magen-Darm-Trakt werden sie nicht von Enzymen angegriffen und zersetzt, denn sie widerstehen den Einwirkungen im Verdauungstrakt und üben dennoch bestimmte biologische Effekt aus. Sie binden Wasser als Quellstoffe und sorgen damit im Magen für ein Sättigungsgefühl. Außerdem regen sie als Füllstoffe die Darmbewegung und damit die Verdauung an, werden dabei aber selbst nur zu geringen Teilen verdaut: Ballaststoffe helfen außerdem auch bei der Vorbeugung einer ganzen Reihe von Krankheiten, darunter Diabetes mellitus, Herzinfarkt und Arteriosklerose. Ob sie sogar Dickdarmkrebs vorbeugen können, ist noch umstritten.Fest steht jedenfalls, dass Ballaststoffe ein elementarer Baustein gesunder Ernährung sind. Wie immer ist auch hier eine gesunde Mischung am besten. Eine ballaststoffreiche Kost sollte sich daher aus möglichst vielen verschiedenen Nahrungsmitteln zusammen setzen. Echte Spitzenreiter auf der Ballaststoffgehalt-Skala sind folgende Lebensmittel
· Vollkornprodukte jeglicher Art (Vollkornbrot, Vollkorntoast, Vollkornnudeln usw.), insbesondere auch Vollkornprodukte mit Zusatz von Kleie (Weizenkleie, Haferkleie)
· Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen …)
· Nüsse (Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln…)
· Getreideflocken (Haferflocken, Weizenflocken, Dinkelflocken…)
· Naturreis (Reis mit Schale, im Gegensatz zum weißen polierten Reis)
· und natürlich der Klassiker für gesunde Ernährung:
Obst und Gemüse, v.a. Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Brokkoli, aber auch Trockenobst
Die Fasern der Ballaststoffe entstammen meistens den Gruppen Polyphenole, Isoflavone und Antioxidantien. Nach dem Verzehr entwickeln sie milde hormonelle Wirkungen im menschlichen Körper. Da gibt es zum Beispiel die Lignane, dessen Moleküle denen unserer Sexualhormone ähneln, und daher dieselben Rezeptoren unserer Zellen besetzen. Auf diese Weise fördern oder bremsen sie die Hormonproduktion, je nach Bedarf. Seit Jahren ist bekannt, dass sie in den Wechseljahren der Frau und des Mannes sogar die Entwicklung hormonabhängiger Tumore in der Brust, der Prostata und im Darm hemmen. Neueste Forschungsergebnisse aus Italien weisen sogar auf eine Schutzwirkung pflanzlicher Ballaststoffe vor Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse hin. Diese Erkenntnis ist deshalb so bedeutend, weil Pankreas-Krebs als die vierttödlichste Krankheit in der westlichen Welt gilt. Zahllose Studien belegen zudem, dass die pflanzlichen Faserstoffe auch die Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von Infektionen und von Atemwegerkrankungen reduzieren.
Ballaststoffe holen damit quasi zum gesundheitlichen Rundumschlag aus und sollten auf keinem Ernährungsplan zu kurz kommen.
Zitat des Tages…
Alle wollen alt werden – aber keiner will es sein.
- Gustav Knuth
Wie wahr, wie wahr… Das Zitat, auf das ich heute gestoßen bin, stammt von Gustav Adolf Karl Friedrich Knuth. Der Schauspieler lebte von 1901 bis 1987. Ursprünglich deutscher Nationalität nahm er in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die schweizerische Staatsbürgerschaft an. Friedrich Dürrenmatt schrieb für Knuth die Rolle des Wissenschaftlers Beutler in seinem Stück “Die Physiker”. Er war auch in der Sissi-Trilogie als Herzog Max in Bayern an der Seite von Romy und Magda Schneider zu sehen. Außerdem hat Gustav Knuth in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt.
Mehr Sex durch Joghurt?!
Der Valentinstag ist gerade vorbei, da stoße ich passenderweise auf eine Studie, die genau das behauptet. Auch wenn die positive Wirkung von probiotischen Lebensmitteln auf die Magen-Darm-Flora umstritten ist, so haben Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT), jetzt zumindest eine andere Wirkung nachweisen können. In einer bisher nur intern veröffentlichten Studie zeigte sich, dass sich männliche Mäuse durch die Zufuhr von gesunden probiotischen Mikroorganismen zu richtigen Sexprotzen entwickelten.
Sie befruchteten ihre Partnerinnen häufiger und produzierten mehr Babies als Kontrollmäuse mit nur Fast Food-Nahrung. Nach Aussage der Wissenschaftler, “trugen Sie Ihre um 5 bis 15 Prozent größeren Hoden regelrecht zur Schau und zeigten ihren Stolz über ein glänzenderes Fell“. Weibliche, mit probiotischem Joghurt gefütterte Mäuse brachten größere Nachkommen zur Welt und stillten diese außerdem länger.
Ursprüngliches Ziel der Studie war es, die Rolle von Probiotika bei der Verhütung von Krebs zu untersuchen. Die insgesamt 80 Mäuse (40 männliche und 40 weibliche) wurden in zwei Versuchsgruppen mit Tieren beiderlei Geschlechts eingeteilt. Die Mäuse aus der ersten Gruppe erhielten lediglich Fastfood als Nahrung. Die Tiere aus der zweiten Versuchsgruppe wurden zusätzlich mit Vanillejoghurt gefüttert, welcher mit reichlich gesunden Bakterien angereichert war. Dabei kam es unerwartet zu den eben genannten Beobachtungen in Bezug auf das Sexualverhalten der Mäuse.
Bezüglich der Übertragbarkeit auf den Menschen verweist die Studien-Teilhaberin und Krebsforscherin Susan Erdmann vom MIT auf “bestimmte Zusammenhänge zu Menschen, die durchaus existierten“. Klingt erst einmal sehr vage, aber Harvard-Wissenschaftler berichteten jetzt sogar konkret davon, dass sich die Samenqualität bei Männern nach dem Genuss von Joghurt verbesserte. Wofür Joghurt nicht alles gut ist… :)
Eine Portion Glück zum Mitnehmen bitte!
Essen ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Eine meiner Freundinnen pflegt immer zu sagen: „Essen macht Frauen glücklich“. Man nascht ein Stück Schokolade, weil man spürt, dass es der Seele guttut. Dass Schokolade gut für die Nerven ist, ist die eine Seite, doch leider ist sie auch schlecht für die Hüften. Daher hab ich mich heute mal auf die Suche nach alternativen `Glücksbringern´ gemacht. Dabei bin ich darauf gestoßen, dass über den kurzfristigen Schoki-Kick hinaus man mit der richtigen Ernährung auch langfristig das Wohlbefinden stärken kann.
Harmonie und Gelassenheit durch Serotonin
Das bekannteste Glückshormon ist Serotonin. Neben zahlreichen anderen Funktionen steuert es eben auch unsere Stimmung. Ist der Serotonin-Level in unserem Gehirn hoch, fühlen wir uns gut. Doch häufig wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass wir uns mit Lebensmitteln mit hohem Serotoningehalt, wie z. B. Bananen, glücklich essen können. Doch über das Blut kann das Serotonin nicht in das Gehirn gelangen. Unser Gehirn muss den Glücksbotenstoff schon selbst bilden. Und dafür benötigt es sogenanntes Tryptophan, eine Aminosäure. Ideale Grundlage für die Serotonin-Bildung im Hirn sind daher Lebensmittel mit hohem Tryptophan- und einem gleichzeitig niedrigen Eiweißgehalt. Folgende Lebensmittel sind hervorragende Glückslieferanten:
- Datteln, Feigen, Cashewkerne und Bitterschokolade
Mit Omega-3-Fettsäuren Depressionen vorbeugen
In Studien zeigte sich, dass ein Mangel an Omega-3- Fettsäuren auch eine Ursache für Depressionen sein kann. Fehlen Omega-3-Fettsäuren, kann nicht genug Tryptophan ins Gehirn geschleust werden. Fehlt Tryptophan, kann wiederrum nicht genug Serotonin produziert werden. Auf diesem Wege kann ein niedriger Omega-3-Blutspiegel zu einem Serotoninmangel führen. Omega-3- Fettsäuren finden sich besonders viele in:
- Fisch (Lachs und Makrele sind hier die Spitzenreiter), Leinsamen, Rapsöl, Walnüssen
Für den kurzfristigen Gute-Laune-Kick: Tyrosin
Im Gegensatz zum besänftigenden Tryptophan, macht Tyrosin, ebenfalls eine Aminosäure, hellwach und sorgt für gute Laune. Damit sind Tyrosin-haltige Lebensmittel vor allem zur Behebung kurzfristiger Stimmungstiefs zu empfehlen. Hier stehen
- Parmesan, Hähnchen- und Schweinefleisch, Sojabohnen und Kürbiskerne
auf der Einkaufsliste.
Vitamin-B für starke Nerven
Die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12 und Folsäure sind wichtig für die Nerven. Anzeichen für einen Mangel können Nervosität und traurige Stimmung sein. Vorteilhaft ist, dass Vitamin-B gut vom Körper gespeichert wird und ein aufgefülltes Vitamin-B-Depot somit lange vorhält. Viel Vitamin-B findet sich z. B. in folgenden Lebensmitteln:
- Vollkornprodukte, Sesam, Eigelb, Spinat, Brokkoli, Rinderleber, rote Bete, Bierhefe
Mit diesen Tipps steht auf der nächsten Einkaufsliste ganz viel Glück zum mit nach Hause nehmen und genießen!
Chili verdirbt den Appetit

… oder zügelt ihn, wenn man es mal von der Seite derjenigen betrachtet, die gerne Gewicht verlieren möchten. Chili-Schoten nehmen den Appetit auf Süßes und Fettiges und eignen sich daher hervorragend als Appetitzügler. Besonders gut entfaltet sich die beschriebene Wirkung bei Menschen, die sonst eher mild essen und nicht an die Schärfe gewöhnt sind.
Wissenschaftler in den USA machten folgenden Versuch:
25 normalgewichtige Testpersonen nahmen an einem sechswöchigen Experiment teil. 13 von ihnen mochten scharfe Speisen, 12 zählten sich eher nicht zu der Chili-Fangemeinde. Die an Schärfe gewohnten Testpersonen nahmen täglich 1.3 Gramm Chili-Schärfe zu sich, die anderen nur 0.3 Gramm. Trotzdem war bei der zweiten Testgruppe mit dem geringen Chili-Verzehr die appetitzügelnde Wirkung stärker. Die Wissenschaftler erklärten dies damit, dass ein ungewohnter Reiz einen größeren Effekt hat. Sie waren allerdings nicht die ersten, die Chili auf seine Schlankmacher-Qualitäten hin untersuchten. Schon frühere Studien konnten den appetithemmenden Effekt belegen und zeigen, dass durch den Konsum der scharfen Schoten die Körpertemperatur steigt. Dies wiederrum führt zu einem gesteigerten Kalorienverbrauch. Allerdings lässt sich an den früheren Studien kritisieren, dass die Probanden unrealistisch große Mengen Chilipulver verzehren mussten. Das aktuelle Experiment zeigt nun, dass schon ein halber Teelöffel Cayennepfeffer wirkt. Wer allerdings das scharfe Brennen der Chilischoten in Mund und Hals vermeiden möchte und denkt, er könnte mit Chilikapseln seine Lust auf Schokoriegel und Pizza unterdrücken, wird aber leider enttäuscht. „Das Brennen im Mund hat offenbar einen wesentlichen Anteil an der physiologischen Wirkung von Chili”, erklären die Forscher und Chilikapseln sind damit deutlich weniger effektiv.